
Eine Feuerverzinkung ist seit Jahrzehnten ein bewährter Korrosionsschutz für Stahl und auch für Betonstahl eine wirkungsvolle, langlebige Schutzalternative. Im Gegensatz zu anderen Verfahren geht beim Feuerverzinken das Zink mit dem Betonstahl eine unlösbare Legierungsverbindung ein und stellt damit einen langlebigen Schutz dar. Betonkorrosion wird so zuverlässig verhindert.
Langzeituntersuchungen aus den USA, wo verzinkter Betonstahl seit Jahrzehnten verwendet wird, beweisen den hochwirksamen Schutz der Feuerverzinkung. Beispielsweise wurde an der 1972 erbauten Boca Chica Brücke in Florida (Abbildung) im Jahre 1999 eine Dicke der Zinkschicht von 163 µm gemessen.


Gutes Verbundverhalten
Verzinkter Betonstahl ist auch aufgrund seiner mechanisch-technologischen Eigenschaften eine echte Alternative zu unverzinktem Stahl. Eine Feuerverzinkung schafft einen guten und normgerechten Haft- und Scherverbund gemäß DIN 488 zwischen Beton und Betonstahl.
Schutz bei Chlorid-Belastung
Feuerverzinkte Bewehrungsstähle sind auch unter Chloridbelastung deutlich beständiger als unverzinkte. Die Chloride werden von der Verzinkung als schwerlösliche basische Zinkchloride abgebunden und unschädlich gemacht. Eine Feuerverzinkung ist deshalb besonders geeignet für Bauten im Meerwasserbereich und bei zu erwartender Streu-, bzw. Tausalzbeanspruchung, z. B bei Stahlbetonbrücken, Parkhäusern und Tiefgaragen.
Schutz bei Rissen im Beton
Risse im Beton reduzieren seine Schutzwirkung, führen zu rascher Karbonatisierung oder ermöglichen den Zutritt von Sauerstoff und Schadstoffen, wie Chloriden. An Rissen gibt die Feuerverzinkung zusätzliche Sicherheit und schützt den freiliegenden Betonstahl vor Korrosion. Die typische Volumenvergrößerung durch Korrosion und als Folge das Absprengen des Betons wird verhindert.


Die Planung, Ausführung und Prüfung von Stahlbetonbauwerken ist generell in der DIN 1045 genormt. Normen und Richtlinien zur Ausführung der Feuerverzinkung von Betonstahl sind in nachfolgend dargestellt. 
| Bezeichnung Regelwerk | Ausgabe | Titel | | ISO 14657 | 01-2005 | Verzinkter Betonbewehrungsstahl | | prEN EC019023 | z. Zt. In der Erarbeitung | Steel for reinforcement –Galvanized reinforcing steel | | Z-1.4-165 | 11-2004 | Allgemeine Bauaufsichtliche Zulassung – Feuerverzinkte Betonstähle |

Bauaufsichtliche Zulassung
Seit 1981 gibt es für feuerverzinkte Betonstähle die Bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DiBt), Berlin unter der Zulassungsnummer Z-1.4-165.
Sie regelt besondere Auflagen, die beim Feuerverzinken zu beachten sind. So sind spezielle Kennzeichnungen, Prüfungen und Dokumentationen im Rahmen der Eigen- und Fremdüberwachung verbindlich vorgesehen. Es sind ausschließlich baufsichtlich zugelasssene Feuerverzinkereien zum Feuerverzinken von Betonstählen berechtigt.
In der Zulassung ist das Feuerverzinken von Betonstabstahl, Betonstahlmatten sowie Betonstahl in Ringen nach DIN 488 geregelt. 
| Betonstabstahl | BSt 500 S | | Betonstahlmatten | BSt 500 M | | Bewehrungsdraht | BSt 500 P BSt 500 G | | Betonstahl in Ringen | BSt 500 KR BSt 500 WR |

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