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Feuerverzinken ist öko - Nachhaltiger Korrosionsschutz für Stahl





„Falsche Korrosionsschutzentscheidungen haben nicht nur ökonomische, sondern auch dramatische ökologische Konsequenzen“, erklärt Gerd Deimel, Geschäftsführer des Industrieverbandes Feuerverzinken und spielt auf eine Untersuchung der Technischen Universität Berlin an, die dies belegt. Die Wissenschaftler führten nach der Ökobilanzmethode einen Vergleich der Feuerverzinkung mit Beschichtungen bei langfristiger Nutzung durch. Feuerverzinkungen und Beschichtungen werden eingesetzt, um Stahl vor dem Rosten zu schützen. Das Ergebnis der Berliner Studie war eindeutig, die langlebige Feuerverzinkung zeigte in allen Umweltkategorien deutlich bessere Werte. So ist der CO2-Verbrauch, der den Treibhauseffekt und damit die Erderwärmung begünstigt, beim Feuerverzinken um 62 Prozent geringer. Konkret bedeutet dies, dass eine Feuerverzinkung bis zu 114 kg CO2 weniger pro Tonne Stahl verbraucht. „An einer typischen Parkhauskonstruktion, bei der rund 500 Tonnen Stahl verwendet werden, können durch Feuerverzinken bis zu 57 Tonnen CO2 eingespart werden. Dies entspricht den CO2-Emissionen eines modernen Kühlschranks in 750 Jahren,“ bringt Gerd Deimel die Sache auf den Punkt und ergänzt, „auch bei allen anderen Umweltkategorien ist das Feuerverzinken besser. Es verbraucht beispielsweise rund drei Mal weniger Ressourcen und produziert ungefähr 25 Prozent weniger Sommersmog auslösende Photooxidantien.“

 

Verfahrenstechnisch hat die Feuerverzinkungsindustrie aus ökologischer Sicht schon vor Jahren auf Modernisierung gesetzt. Technologien zum Reduzieren, Reinigen, Recyceln und Rückführen von Abluft, Abwasser, Abfällen und Restwärme sind seit langem ein Standard bei deutschen Verzinkern. Emissionen werden durch Filteranlagen abgeschieden und die in den Filteranlagen anfallenden Stoffe werden anschließend recycelt. Moderne Verzinkereien sind zudem abwasserfrei, das heißt Abwässer aus dem Verzinkungsprozess gelangen nicht in die Kanalisation. Kreislaufführungen ermöglichen eine mehrfache Nutzung und auch die Aufbereitung des Prozesswassers. Nahezu alle in Feuerverzinkereien anfallenden Rückstände sind recycelbar und werden aufgearbeitet. Für verfahrenstypische Rückstände wie Hartzink, Zinkbadabschöpfungen, Altfluxe und Altsäuren existieren hochwertige Recyclingverfahren, die eine Kreislaufwirtschaft der Stoffe ermöglichen. „Die Schwerindustrie hat bereits sehr früh, wenn auch zumeist unberechtigt, im Fokus der Politik, der Umweltorganisationen und der Öffentlichkeit gestanden. Als Reaktion darauf wurden in Deutschland besonders hohe Umweltstandards umgesetzt. Die Feuerverzinkungsindustrie als Teil der Schwerindustrie agiert beim Umweltschutz vorbildlich,“ erläutert Deimel selbstbewusst.

 



Auch beim Produktrecycling ist das Feuerverzinken ein mustergültiger Korrosionsschutz. Am Ende seines Lebenszyklus wird verzinkter Stahl recycelt, indem er primär bei der Elektrostahlproduktion als Schrott eingeschmolzen wird. Das Zink wird bei diesem Prozess als Filterstaub aufgefangen und anschließend aus den Filterstäuben recycelt. In Europa (EU27) fielen bei der Elektrostahlproduktion im Jahr 2006 etwa 1,3 Millionen Tonnen Stahlwerksstäube an, die zu rund 23 Prozent aus Zink bestehen. „93 Prozent des in den Filterstäuben enthaltenen Zinks wird heute bereits zurück gewonnen und wieder verwendet. Dies ist eine äußerst beachtliche Recyclingquote. Der hohe Zinkpreis macht das Recycling von Stahlwerksstäuben besonders attraktiv und motiviert die Recyceler ihre Quote noch weiter zu steigern“, ergänzt Deimel mit Stolz. Zink kann ohne Downcycling wie Experten sagen, das heißt ohne Qualitätsverlust, beliebig häufig recycelt werden „Zink ist ein ökologischer Alleskönner. Es ist für Menschen, Tiere und Pflanzen lebensnotwendig und als Korrosionsschutz sowieso nicht zu toppen“, so Deimel.

 


Abbildungen:

 

Abb. 1: Ein Öko-Vergleich der Technischen Universität Berlin belegte die Überlegenheit der Feuerverzinkung in allen Umweltkategorien.

 

Abb. 2: An einer typischen Parkhauskonstruktion aus 500 Tonnen Stahl können durch Feuerverzinken bis zu 57 Tonnen CO2 eingespart werden.

 

Abb. 3: Zink kann beliebig oft ohne Qualitätsverlust recycelt werden.

 

 

Backgrounder: Der Industrieverband Feuerverzinken e.V. und seine Serviceorganisation, das Institut Feuerverzinken GmbH, vertreten mit 108 Mitgliedern rund 75% des deutschen Feuerverzinkungsmarktes. Im Jahr 2006 wurden von der Branche in Deutschland ca. 1,4 Mio. t Stahl stückverzinkt. Wichtige Anwendungsbereiche des Korrosionsschutzes durch Feuerverzinken sind u.a. Architektur und Bauwesen sowie die Verkehrstechnik und der Fahrzeugbau. Weitere Informationen zum Feuerverzinken unter: www.feuerverzinken.com.


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