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Verzinkter Stahl transparent verhüllt






Abb. 1: Der feuerverzinkte Screen ist ein wesentliches Gestaltungselement des Max Bergmann Zentrums für Biomaterialien.

Abb. 2: In unterschiedlichem Tageslicht und Betrachtungswinkel erscheint der feuerverzinkte Screen immer anders.

Abb. 3: Die Rettungswege und Fluchtreppen des Max Bergmann Zentrums wurden feuerverzinkt.

Forschungszentrum für Biomaterialien, Dresden

 

Den 70 Wissenschaftlern stehen auf rund 2.300 qm diverse Forschungslabors zur Verfügung. Das von den Stuttgarter Brenner & Partner Architekten & Ingenieuren entworfene Zentrum soll zudem auch die interessierte Öffentlichkeit über laufende Forschungen unterrichten und Ängste vor biomedizinischen Technologien abbauen.

 

Die Klarheit des Baukörpers bildet eine stabile Masse in der von Verkehrslärm und pulsierendem städtischen Verkehr geprägten Lage. Eine grün changierende Verkleidung des Gebäudes aus vorpatinierten Kupferplatten ist ein wesentliches Gestaltungselement der Fassade. Dahinter, durch knappe Fensterbänder belichtet, liegen die Labore. Eine große, vorgehängte Glasscheibe schirmt den Verkehrslärm ab. Zwischen der Kupferfassade und der Glasscheibe liegen laubengangartig die als Stahlkonstruktion ausgeführten Stege der Rettungswege aus den Laboren. Sie münden in den so genannten Screen, der die einfachen und zurückhaltend erscheinenden Fluchttreppen verkleidet.

 

In unterschiedlichem Tageslicht und Betrachtungswinkel erscheint der Screen immer anders und überraschend lebendig, mal mit räumlicher Tiefe und Transparenz, mal eher glatt und undurchdringbar, mal verspiegelt durch die Sonne, mal erweckt er den Eindruck der Wind würde in ihm spielen. Mit seiner lebhaften, textilen Anmutung, einer Gaze ähnelnd, entsteht die Assoziation zur Forschung an Bio-Geweben und Bio-Materialien. Die Unterkonstruktion des Screens besteht aus drei gelenkig gelagerten Doppel-T-Profil Stützen, die über Koppelstäbe an den Rohbau rückverankert sind. Ausgesteift wird sie über Windverbände und horizontale Stäbe. Der Screen als solcher entsteht über eine Addition einzelner mit Streckmetall bespannter Rahmen. Alle verwendeten Stahlteile sind feuerverzinkt. Hierfür sprachen neben architektonischen auch funktionale, technische und wirtschaftliche Gründe, wie die Langlebigkeit und der geringe Wartungsaufwand der Feuerverzinkung.

 

Backgrounder:

Der Industrieverband Feuerverzinken e.V. und seine Serviceorganisation, das Institut Feuerverzinken GmbH, vertreten mit 108 Mitgliedern rund 75% des deutschen Feuerverzinkungsmarktes. Im Jahr 2005 wurden von der Branche in Deutschland ca. 1,3 Mio. t Stahl stückverzinkt. Wichtige Anwendungsbereiche des Korrosionsschutzes durch Feuerverzinken sind u.a. Architektur und Bauwesen sowie die Verkehrstechnik und der Fahrzeugbau. Weitere Informationen zum Feuerverzinken unter: www.feuerverzinken.com.

 


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