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Betriebskältezentrale der RWTH Aachen




Abb. : Die gesamte Stahlkonstruktion der aufgestockten Betriebskältezentrale wurde durch Feuerverzinken langlebig vor Korrosion geschützt.

Feuerverzinkte Stahl-Aufstockung

 

Steigende Anforderungen an Versuchsabläufe machten eine Erhöhung der Rückkühlleistung beim Luftaustausch in mehreren Forschungseinrichtungen der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen erforderlich.

 

Da die vorhandenen kühltechnischen Anlagen nicht weiter ausgebaut werden konnten, war eine Aufstockung eines bestehenden fünfstöckigen Institutsgebäudes durch ein Technikgeschoss die wirtschaftlichste Lösung. Das Institutsgebäude liegt exponiert neben dem größten Hörsaal der Hochschule und bietet die Möglichkeit durch die Architektur des neuen Geschosses auf die starke Präsenz der RWTH in der Stadt hinzuweisen. Bei der Entwicklung der Konstruktion mussten neben statischen Einschränkungen aufgrund der vorhandenen Bausubstanz in besonderem Maße die verschiedenen technischen Ein- und Aufbauten und deren mögliche Erweiterbarkeit berücksichtigt werden. Es wurde deshalb eine Brücke aus Stahlstützen und Stahlfachwerkbindern als tragende Primärkonstruktion gewählt, in die alle Funktionsbestandteile „eingehängt“ wurden und deren Lastabtragung ausschließlich über die vorhandenen Außen- und Mittelstützen erfolgt. Die Brückenkonstruktion wurde zur Vermeidung von Durchdringungen und zur Maximierung der Höhe geschlossener Wandteile außen angeordnet und ist ein wichtiges gestalterisches Merkmal. Die eingehängten Funktionsteile der Betriebskältezentrale sind freistehend, teils verkapselt in Containern mit wärmegedämmten Wänden und Decken aus Industriepaneelen.

 

Ein überglaster Mittelgang dient der Erschließung des Geschosses und verbindet die Funktionsbereiche. Der bestehende Aufzug wurde erhöht in einen Technikturm eingegliedert, der auch diverse Lüftungsleitungen aufnimmt. Das gesamte Technikgeschoss wird von Sicherheits- und Montagewegen umschlossen, die auf kupierten Stahlträgern liegen und in den Achsen mit Stahlseilen an den auskragenden Fachwerkträgern befestigt sind. Die gesamte Stahlkonstruktion wurde durch die Verwendung des Korrosionsschutzes durch Feuerverzinken langlebig vor Korrosion geschützt. Die Stützen und die Konstruktion entlang des überglasten Mittelganges wurde aus gestalterischen zusätzlich blau und rot beschichtet.

 

Backgrounder:

Der Industrieverband Feuerverzinken e.V. und seine Serviceorganisation, das Institut Feuerverzinken GmbH, vertreten mit 108 Mitgliedern rund 75% des deutschen Feuerverzinkungsmarktes. Im Jahr 2005 wurden von der Branche in Deutschland ca. 1,3 Mio. t Stahl stückverzinkt. Wichtige Anwendungsbereiche des Korrosionsschutzes durch Feuerverzinken sind u.a. Architektur und Bauwesen sowie die Verkehrstechnik und der Fahrzeugbau. Weitere Informationen zum Feuerverzinken unter: www.feuerverzinken.com.

 


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