
 |  | |  | |  | |  | |  Abb. 1: Das neue Lern- und Ausbildungszentrum der „Lebenshilfe für Behinderte der Region 10 e.V.“ schafft einen architektonischen Gegenpol.
Abb. 2: Die Lamellenkonstruktion wurde feuerverzinkt und anschließend beschichtet.
Abb. 3: Die Beziehung zwischen Innen und Außen ist durch die Lammellenfassade als transluzente Gebäudehülle gekennzeichnet.
Abb. 4: Die warmen Rotfarbklänge sollen eine wohltuende Wirkung auf die Bewohner entfalten.
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Wohltuendes Rot
An der gesichtslosen Peripherie Ingolstadts zwischen Super- und Automärkten gelegen, schafft das neue Lern- und Ausbildungszentrum der „Lebenshilfe für Behinderte der Region 10 e.V.“ einen architektonischen Gegenpol. Es ist ein kompakter zweigeschossiger Baukörper mit einem weit ausladenden Dach und einer markanten duplexbeschichteten Lamellenfassade in Rottönen.
Unter dem großen Dach vereinen sich Werkstätten, Schulungsräume, die Verwaltung und eine Kantine. Die großzügig ausgelegte Eingangshalle dient der Kommunikation. Im Zentrum des Gebäudes, das von den Eichstätter Architekten Diezinger und Kramer entworfen wurde, liegt der zentrale Innenhof als „Oase der Ruhe“. Den eigentlichen Kern des Hauses bilden die Werkstätten, die sich ringartig um den Innenhof gruppieren und die praktischen Ausbildungsbereiche beinhalten.
Das Gebäude ist im Inneren als Haus der Begegnung angelegt, vielfältige Wege- und Blickbeziehungen sorgen für eine abwechslungsreiche Wahrnehmung der Raumfolgen. Die Beziehung zwischen Innen und Außen ist durch die Lammellenfassade als transluzente Gebäudehülle gekennzeichnet. Diese dient als Sonnen- und Blendschutz, Wartungssteg, Vorhang und Blickschutz. Die Lamellenfassade ist von innen raumabhängig steuer- und veränderbar - je nach Tageszeit und Sonnenstand, Atmosphäre und Stimmung im Raum. Die Lamellenkonstruktion besteht aus gekanteten Stahlblechen auf einer Stahlunterkonstruktion, die feuerverzinkt und anschließend beschichtet wurde. Hierdurch wird ein maximaler Korrosionsschutz erreicht und die Vorraussetzung für eine langlebige Farbgebung geschaffen. Das innere und äußere Erscheinungsbild des Hauses wird nämlich wesentlich geprägt von der Farbe. Diese Gestaltung hat erfahrungsgemäß großen Einfluss auf die Atmosphäre und damit die emotionale Erfahrbarkeit des Hauses. Die gewählten warmen Rotfarbklänge sollen eine angenehme und wohltuende Wirkung auf die Bewohner entfalten.
Backgrounder:
Der Industrieverband Feuerverzinken e.V. und seine Serviceorganisation, das Institut Feuerverzinken GmbH, vertreten mit 108 Mitgliedern rund 75% des deutschen Feuerverzinkungsmarktes. Im Jahr 2005 wurden von der Branche in Deutschland ca. 1,3 Mio. t Stahl stückverzinkt. Wichtige Anwendungsbereiche des Korrosionsschutzes durch Feuerverzinken sind u.a. Architektur und Bauwesen sowie die Verkehrstechnik und der Fahrzeugbau. Weitere Informationen zum Feuerverzinken unter: www.feuerverzinken.com.





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