
Mehr Sicherheit für Motorradfahrer
Wenn stürzende Motorradfahrer unter einer Leitplanke durchrutschen und auf die senkrechten Stützpfosten der Planke prallen, kommt es nicht selten zu schweren oder gar tödlichen Verletzungen. Ein Unterfahrschutz mit dem Namen "Modell Euskirchen" reduziert das Verletzungsrisiko und ist eine wirkungsvolle Alternative zu bisherigen Maßnahmen wie dem Ummanteln der Schutzplankenpfosten mit Protektoren.
Das Modell Euskirchen besteht aus einem 370 Millimeter hohen Stahlblech, das einfach und schnell an die vorhandenen Schutzplankenholme angeschraubt wird und lediglich einen kleinen Spalt offen lässt. Hierdurch wird das Aufprallen eines verunglückten Motorradfahrers auf die scharfen Schutzplankenpfosten verhindert. Damit der Unterfahrschutz auch nach vielen Jahren noch funktionstüchtig ist, wird er langlebig durch Feuerverzinken vor Rost geschützt. "Das Feuerverzinken hat sich bereits seit Jahrzehnten als konkurrenzloser Korrosionsschutz für Schutzplanken durchgesetzt. Es war deshalb selbstverständlich die Feuerverzinkung auch für den Unterfahrschutz zu verwenden", so Jürgen Marberg, Geschäftsführer des Industrieverbandes Feuerverzinken e.V.
Die Kosten für den lebensrettenden Unterfahrschutz liegen bei nur 18 Euro pro laufendem Meter. Der vom Rheinischen Straßenbauamt Euskirchen entwickelte Unterfahrschutz besitzt eine offizielle Zulassung nach DIN und kann von allen Straßenbaubehörden in Deutschland eingesetzt werden. Laut Mehrsi "Mehr Sicherheit für Biker" e.V., einem gemeinnützigen Verein, der sich deutschlandweit dafür einsetzt Leitplanken an Gefahrenpunkten mit einem Unterfahrschutz zu entschärfen, wurden in Deutschland bisher 282 Kurven mit dem "Modell Euskirchen" ausgestattet. Insgesamt wurden dabei mehr als 35.000 Meter des Schutzsystems verbaut.
Bildunterschriften:
Abb. 1: Der feuerverzinkte Unterfahrschutz reduziert das Verletzungsrisiko für stürzende Motorradfahrer.
(Quelle: Mehrsi.org)
Abb. 2: Der lebensrettende Unterfahrschutz inklusive aller Montageteile ist feuerverzinkt.
(Quelle: Mehrsi.org) 




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