
Feuerverzinken ist ein mehrstufiges Tauchverfahren, das sorgfältig und gewissenhaft durchgeführt wird um optimalen und langfristig wirtschaftlichen Korrosionsschutz zu gewährleisten. Sowohl die erforderliche Oberflächenvorbereitung des Verzinkungsgutes als auch das eigentliche Verzinken erfolgen in Bädern mit entsprechenden Flüssigkeiten. Unabdingbar ist beim Feuerverzinken die vorausgehende gründliche Reinigung und Oberflächenbehandlung.
Deshalb wird das Verzinkungsgut zunächst ins Entfettungsbad getaucht, um Öl- und Fettreste zu entfernen, und danach anschließend kurz in einem Wasserbad gespült. Dann folgen Beizbäder mit verdünnter Mineralsäure, die Rost und Zunder von der Oberfläche lösen. Das anschließende Spülbad verhindert die Verschleppung von Beizflüssigkeit. Im Flußmittelbad erhält die Oberfläche schließlich einen dünnen Film, der später die metallurgische Reaktion zwischen Stahloberfläche und Zinkschmelze unterstützt. Doch vorher wird das Verzinkungsgut im Trockenofen getrocknet. Erst dann wird es in die Zinkschmelze getaucht. Je nach Art der Eisen- und Stahlteile und ihrer Werkstoffzusammensetzung erfolgt abschließend die Abkühlung in einem Wasserbad oder an der Luft. Abweichungen von diesem Verfahrensablauf sind möglich, ohne daß ein Qualitätsverlust eintritt.
Das Feuerverzinken selbst vollzieht sich im Zinkbad, dessen Betriebstemperatur zwischen 440°C und 460°C liegt. Da die Schmelztemperatur von Zink 419°C beträgt, ist dieser Wert im allgemeinen ausreichend. In Sonderfällen wie der sogenannten Hochtemperaturverzinkung jedoch sind Zinkbadtemperaturen von 530°C bis 560°C üblich. Dadurch wird eine besonders dünne und gleichmäßige Legierungsschicht gewährleistet. Das ist insbesondere bei Verbindungselementen wie Schrauben und bei anderen Kleinteilen erforderlich, bei denen es auf hohe Paßgenauigkeit ankommt.
In wenigen Stunden Korrosionsschutz für Jahrzehnte - das leistet eine normgerechte Feuerverzinkung. Alle Prozeßstufen werden selbstverständlich genau überwacht, das Verzinkungsgut nach jeder Stufe geprüft. Kontrollierte Qualität aber kommt nicht von allein. Die meisten Feuerverzinkungsunternehmen verfügen über moderne Anlagen mit präzise gesteuerter Prozeß- und Verfahrenstechnik. Und natürlich über kompetente Fachkräfte mit umfassendem Know-how.
Aus ästhetischen oder wirtschaftlichen Gründen empfiehlt sich unter Umständen ein zusätzliches Beschichten. Auch das ist heute kein Problem, denn viele Beschichtungsstoffe haften auch auf Zink. Das Duplex-System (Feuerverzinkung plus Beschichtung) ermöglicht eine Beschichtung in nahezu allen Farbtönen. Es wird sowohl aus gestalterischen Gründen als auch zur weiteren Verbesserung des Korrosionsschutzes angewandt. 
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