


Am 11. März 1958 entstand die Fachabteilung Lohnverzinkereien im Fachverband Stahlblechverarbeitung aus der der spätere Industrieverband hervorging. 
42 Feuerverzinkereien zählten zu den Gründern und wählten den Verzinker Werner Niederstein zu ihrem ersten Vorsitzenden.
Die Ziele der Verbandsgründung waren neben dem Aufbau einer verbandspolitischen Dachorganisation als Interessenvertretung die Entwicklung neuer Anwendungsfelder für das Feuerverzinken und die Schaffung der technischen Voraussetzungen dafür. Die sich zu dieser Zeit abzeichnende Verdrängung feuerverzinkter Blechwaren durch Kunststoffprodukte und das Abflachen des Nachkriegsbooms im Bausektor waren Herausforderungen, denen man besser als Branche in einem Verband, denn als Einzelunternehmen begegnen konnte. Es galt einerseits neue Märkte zu erschließen und andererseits die bisher eher handwerklich betriebenen Anlagen auf industrielle Fertigungsmethoden umzustellen.
Schon zur Gründungszeit standen Themen wie Branchenmarketing, damals noch Gemeinschaftswerbung genannt sowie technische Fragestellungen im Vordergrund der Verbandsarbeit. Dies ist prinzipiell bis heute so geblieben. Der Industrieverband Feuerverzinken ist heute noch immer Motor und Katalysator für Veränderungen in der Branche - egal, ob sie den Bereich Markt oder Technik betreffen. Heute verzinkt die Branche ein Vielfaches mehr als zu Zeiten der Verbandsgründung.
Verzinkungsbäder sind auf eine Länge von bis zu 18 Metern angewachsen und komplexe Stahlbaukonstruktionen oder anspruchsvolle Bauteile für den Fahrzeugbau bestimmen heute das Tagesgeschäft. Klassische Blechwaren von früher sind nur noch ein nostalgischen Nischenprodukt. Die mittelständische Feuerverzinkungsbranche feiert in diesem Jahr das 50jährige Jubiläum ihres Verbandes, der auch zukünftig alle Prozesse der Veränderung maßgeblich mitbegleiten wird.
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